Beispiele / 03

Mischung mit fünf Komponenten und Nebenbedingungen: ein Dispersionslack

In einer Rezeptur lässt sich keine Komponente ändern, ohne dass eine andere weicht: die Anteile summieren sich zu 100 %. Kommen Grenzen und Verhältnisvorgaben dazu, bleibt vom Mischungsraum ein unregelmäßiger Körper, für den es keinen Standardplan gibt. Dieses Beispiel zeigt den Weg von fünf Komponenten und vier Arten von Nebenbedingungen zu einer Rezeptur, die drei Zielgrößen zugleich trifft.

Plan
I-optimaler Mischungsplan
Einzelexperimente
16 + 5 + 4 = 25
Komponenten
5, mit Grenzen, Summen- und Verhältnisbedingung
Zielgrößen
Viskosität, Deckvermögen, Nassabrieb

Die Messwerte sind simuliert. Sie stammen aus drei Modellen, die wir selbst festgelegt haben, plus Zufallsstreuung — so lässt sich am Ende prüfen, ob die Auswertung findet, was wirklich drinsteckt. Alle Tabellen und Diagramme sind mit DoEStat gerechnet und gezeichnet.

Schritt 1 / Aufgabe

Fünf Komponenten, die sich zu 100 % ergänzen

Der Lack besteht aus Bindemittel, Pigment, Füllstoff, Wasser und einem Additivpaket. Für jede Komponente gibt es eine Unter- und eine Obergrenze — unter der einen funktioniert der Lack nicht, über der anderen wird er zu teuer oder lässt sich nicht mehr verarbeiten:

KomponenteUntergrenze [%]Obergrenze [%]Im Plan tatsächlich [%]
Bindemittel305030,0 … 50,0
Pigment152515,0 … 25,0
Füllstoff5255,0 … 25,0
Wasser103010,0 … 30,0
Additiv262,0 … 6,0

Dazu kommen zwei Bedingungen, die mehrere Komponenten verknüpfen:

  • Pigment + Füllstoff ≤ 40 % — mehr Feststoff bindet die Dispersion nicht mehr zuverlässig.
  • Bindemittel : Pigment ≥ 1,6 — jedes Teil Pigment braucht mindestens 1,6 Teile Bindemittel.

Gemessen werden drei Größen: die Viskosität in Krebs-Einheiten (Zielwert 100 KU, zulässig 90 bis 110), das Deckvermögen als Kontrastverhältnis (zu maximieren, mindestens 96 %, ideal 98 %) und der Nassabrieb in Mikrometern (zu minimieren, höchstens 20 µm, ideal 8 µm). Der Nassabrieb zählt in der Abwägung etwas weniger als die beiden anderen.

Schritt 2 / Versuchsraum

Was die Nebenbedingungen vom Mischungsraum übrig lassen

Fünf Anteile, die sich zu eins summieren, spannen einen vierdimensionalen Körper auf. Ohne Grenzen wäre das ein regelmäßiger Simplex, und die klassischen Simplex-Pläne würden passen. Die Unter- und Obergrenzen schneiden daraus einen Körper mit 24 Ecken; die Summen- und die Verhältnisbedingung schneiden noch einmal und hinterlassen 28 Ecken. DoEStat berechnet diesen Körper aus den eingegebenen Bedingungen — die Verhältnisbedingung wird dabei als das geschrieben, was sie ist, eine Gerade: Bindemittel − 1,6 · Pigment ≥ 0.

Aus den Ecken, den Mitten der Kanten und Flächen und dem Schwerpunkt entstehen 124 Kandidatenpunkte. Alle zu fahren wäre Verschwendung: ein quadratisches Mischungsmodell für fünf Komponenten hat 15 Koeffizienten.

Schritt 3 / Plan

16 Punkte für das Modell, 9 für die Kontrolle

Ein optimaler Plan wählt aus den Kandidaten die Punkte, mit denen sich das gewünschte Modell am besten schätzen lässt. Gewählt ist das I-Kriterium: es minimiert die mittlere Vorhersagevarianz über den ganzen zulässigen Raum — das Richtige, wenn am Ende eine Rezeptur vorhergesagt werden soll. 16 Punkte tragen das Modell; dazu kommen fünf Punkte, die DoEStat in die Lücken legt, um Anpassungsmangel aufzudecken, und vier Wiederholungen für den reinen Fehler.

EinzelexperimentPunktBindemittel [%]Pigment [%]Füllstoff [%]Wasser [%]Additiv [%]Viskosität [KU]Deckvermögen [%]Nassabrieb [µm]
1Ecke44,015,025,010,06,0157,195,2515,7
2Anpassungstest43,924,46,519,65,698,696,759,3
3Ecke50,015,023,010,02,0100,195,2012,1
4Kantenmitte50,015,012,017,06,0115,094,074,4
5Anpassungstest36,616,620,423,92,560,794,9021,3
6Wiederholung41,119,714,021,14,083,895,9713,4
7Wiederholung50,020,016,010,04,0128,596,766,4
8Flächenmitte50,020,016,010,04,0135,297,048,2
9Anpassungstest46,015,411,125,12,438,893,528,1
10Kantenmitte44,025,015,014,02,096,997,3313,8
11Anpassungstest33,720,214,326,65,172,396,2721,5
12Kantenmitte39,015,014,030,02,027,893,5715,7
13Flächenmitte38,824,25,028,04,045,795,7216,1
14Wiederholung38,824,25,028,04,049,596,2916,6
15Ecke50,025,05,014,06,0128,796,966,8
16Kantenmitte46,015,05,030,04,032,092,868,8
17Schwerpunkt41,119,714,021,14,081,196,2513,2
18Anpassungstest45,015,919,616,33,288,595,5112,5
19Kantenmitte40,218,85,030,06,049,894,4213,1
20Flächenmitte38,015,025,018,04,095,694,8819,7
21Kantenmitte50,020,05,023,02,044,895,046,4
22Kantenmitte35,021,918,119,06,0126,397,4017,4
23Ecke30,015,019,030,06,061,194,5822,9
24Wiederholung41,119,714,021,14,082,896,4212,5
25Ecke30,018,721,328,02,044,195,7725,0

Unter den 16 Modellpunkten sind fünf Ecken, sieben Kantenmitten, drei Flächenmitten und der Schwerpunkt. Die letzte Spalte der Grenzentabelle oben zeigt, dass der Plan jede Komponente über ihren ganzen zulässigen Bereich bewegt — soweit die beiden verknüpfenden Bedingungen das erlauben.

Schritt 4 / Modelle

Scheffé-Modelle: linear, und wo nötig mit Mischtermen

Mischungsmodelle haben keine Konstante — sie steckt in den linearen Termen, weil sich die Anteile zu eins summieren. Die linearen Terme beschreiben, wie jede Komponente für sich wirkt; die Mischterme (Produkte zweier Komponenten) beschreiben, wo zwei Komponenten zusammen mehr oder weniger bewirken als die Summe.

ZielgrößeModellordnungSequenzielles pAnpassungsmangel pR² korr.R² Vorhersage
ViskositätLinear< 0,00010,12500,98160,9742
ViskositätQuadratisch0,01020,53100,99370,9445
DeckvermögenLinear< 0,00010,27960,91510,8922
DeckvermögenQuadratisch0,02960,72150,96250,8580
NassabriebLinear< 0,00010,06210,92470,9006
NassabriebQuadratisch0,17970,08530,94660,3392

Die Tabelle ist eine Warnung. Das volle quadratische Modell hat für alle drei Zielgrößen das höhere korrigierte Bestimmtheitsmaß — aber das niedrigere für die Vorhersage, beim Nassabrieb sogar nur 0,34. Zehn Mischterme auf 25 Einzelexperimente sind zu viele: das Modell folgt dem Rauschen. Die Lösung liegt dazwischen. DoEStat geht vom quadratischen Modell rückwärts und behält nur die Mischterme, die signifikant sind; die linearen Terme bleiben immer.

ZielgrößeMischterme im ModellR²R² korr.R² VorhersageReststreuung sAnpassungsmangel p
Viskosität [KU]20,99680,99570,99412,370,8019
Deckvermögen [%]40,97220,95830,91610,2550,6573
Nassabrieb [µm]20,96840,95780,93171,150,1630

Zwei bis vier Mischterme je Zielgröße genügen. Das Bestimmtheitsmaß für die Vorhersage liegt jetzt für alle drei über 0,91, der Anpassungsmangel ist nirgends signifikant.

Term (Pseudokomponenten)Viskosität [KU]Deckvermögen [%]Nassabrieb [µm]
Bindemittel83,793,4−11,7
Pigment11080,933,5
Füllstoff11696,937,4
Wasser−43,592,123,6
Additiv62295,90,675
Bindemittel × Pigment·33,7·
Pigment × Füllstoff16134,5−49,1
Pigment × Wasser·31,4·
Pigment × Additiv·44,8·
Füllstoff × Wasser··−17,8
Wasser × Additiv−461··

Die Koeffizienten stehen in Pseudokomponenten: jede Komponente ist so umgerechnet, dass 0 ihre Untergrenze ist. Ein linearer Koeffizient ist dann die vorhergesagte Zielgröße an einer Ecke des zulässigen Raums — einer Rezeptur, die man tatsächlich mischen könnte. In echten Anteilen stünde dort die Vorhersage für „100 % Additiv“, eine Zahl ohne Bedeutung. Die Vorhersagen selbst sind in beiden Schreibweisen dieselben.

Varianzanalysen der drei Modelle

In der Varianzanalyse einer Mischung stehen die linearen Terme als eine Zeile: Die Frage, ob ein einzelner linearer Koeffizient null ist, hieße zu fragen, ob die reine Komponente die Zielgröße null hat. Sinnvoll ist die Frage, ob die Zielgröße überhaupt von der Rezeptur abhängt.

QuelleQuadratsummedfMittleres QuadratFp
Modell3134065223933,39< 0,0001
Lineare Mischung30959477401383,07< 0,0001
Pigment × Füllstoff138,61138,624,77< 0,0001
Wasser × Additiv275,21275,249,18< 0,0001
Residuen100,7185,596
Anpassungsmangel67,34144,8100,580,8019
Reiner Fehler33,3948,348
Gesamt3144024
QuelleQuadratsummedfMittleres QuadratFp
Modell36,2684,53369,88< 0,0001
Lineare Mischung34,6648,666133,60< 0,0001
Bindemittel × Pigment0,828710,828712,780,0025
Pigment × Füllstoff1,51311,51323,320,0002
Pigment × Wasser0,921110,921114,200,0017
Pigment × Additiv0,555810,55588,570,0099
Residuen1,038160,06486
Anpassungsmangel0,7329120,061070,800,6573
Reiner Fehler0,304940,07623
Gesamt37,3024
QuelleQuadratsummedfMittleres QuadratFp
Modell730,66121,891,86< 0,0001
Lineare Mischung707,24176,8133,36< 0,0001
Pigment × Füllstoff12,50112,509,430,0066
Füllstoff × Wasser6,28016,2804,740,0431
Residuen23,86181,326
Anpassungsmangel21,67141,5482,830,1630
Reiner Fehler2,19240,5479
Gesamt754,524
Residuen der Viskosität über den vorhergesagten Werten: die Punkte streuen ohne Muster um die Nulllinie.
Residuen gegen VorhersageViskosität: gleichmäßige Streuung von 28 bis 157 KU.
Normal-Quantil-Diagramm der standardisierten Residuen der Viskosität: die Punkte folgen der Geraden.
Normalverteilung der ResiduenDie Punkte folgen der Geraden.

Schritt 5 / Komponentenwirkung

Welche Komponente bewegt welche Zielgröße

In einer Mischung gibt es kein „diese Komponente ändern und alles andere festhalten“. Was man stattdessen betrachtet: Man startet an einer Bezugsrezeptur, bewegt eine Komponente durch ihren zulässigen Bereich und lässt die übrigen im gleichen Verhältnis zueinander ausweichen. Die Tabelle zeigt die Änderung jeder Zielgröße über diesen Weg, ausgehend vom Schwerpunkt des Versuchsraums.

KomponenteViskosität [KU]Deckvermögen [%]Nassabrieb [µm]
Bindemittel2,31−1,57−16,9
Pigment20,03,093,24
Füllstoff36,70,93010,7
Wasser−112−2,835,96
Additiv45,20,184−1,17

Die Rollen sind klar verteilt. Die Viskosität hängt am Wasser (−112 KU über seinen Bereich) und am Additiv, das trotz seiner kleinen Menge 45 KU bewegt. Das Deckvermögen hängt am Pigment, der Nassabrieb am Bindemittel. Die Spurdiagramme zeigen dasselbe als Kurven, hier von der optimalen Rezeptur aus:

Spurdiagramm der Viskosität: fünf Linien, eine je Komponente, durch einen gemeinsamen Punkt bei 100 KU. Die Linie für Wasser fällt steil, die für Additiv steigt steil, Füllstoff und Pigment steigen flach, Bindemittel ist nahezu waagerecht.
Spur: ViskositätWasser verdünnt, Additiv verdickt. Am Optimum steht das Additiv an seiner Untergrenze — seine Linie kann nur nach rechts.
Spurdiagramm des Deckvermögens: die Linie für Pigment steigt und flacht ab, die für Wasser fällt deutlich, Füllstoff und Additiv steigen leicht, Bindemittel fällt leicht.
Spur: DeckvermögenMehr Pigment deckt besser, aber mit abnehmendem Ertrag — die Kurve flacht ab.
Spurdiagramm des Nassabriebs: die Linie für Bindemittel fällt steil, die für Füllstoff und Wasser steigen, Pigment steigt flacher, Additiv fällt leicht.
Spur: NassabriebBindemittel hält den Film zusammen; Füllstoff und Wasser an seiner Stelle schwächen ihn.

Für Flächenbilder braucht eine Mischung das Dreieck. Fünf Komponenten passen nicht hinein, also hält man zwei fest — hier auf den Werten der optimalen Rezeptur — und lässt drei den Rest unter sich aufteilen. Grau ist, was die Grenzen und die beiden verknüpfenden Bedingungen ausschließen.

Ternäres Konturdiagramm der Viskosität über Bindemittel, Füllstoff und Wasser: ein farbiges Viereck im sonst grauen Dreieck, die Höhenlinien verlaufen nahezu parallel, die Werte fallen zur Wasser-Ecke hin von etwa 110 auf 30 KU.
Viskosität im DreieckPigment und Additiv fest. Die Viskosität fällt gleichmäßig zur Wasser-Ecke hin.
Ternäres Konturdiagramm des Nassabriebs über Bindemittel, Füllstoff und Wasser: die kleinsten Werte liegen an der Bindemittel-Seite des zulässigen Bereichs.
Nassabrieb im DreieckDerselbe Schnitt: der Abrieb ist am kleinsten, wo viel Bindemittel und wenig Füllstoff ist.
Ternäres Konturdiagramm des Deckvermögens über Bindemittel, Pigment und Füllstoff: der zulässige Bereich ist ein schmales farbiges Feld, die Werte steigen zur Pigment-Ecke hin.
Deckvermögen im DreieckWasser und Additiv fest, Pigment auf einer Achse. Unten begrenzt die Summenbedingung das farbige Feld, links die Obergrenze des Pigments.

Schritt 6 / Optimierung

Die beste zulässige Rezeptur

Wie in den anderen Beispielen fasst die Wünschbarkeit die drei Ziele zu einer Zahl zusammen. Der Unterschied: Gesucht wird nicht in einem Würfel, sondern in dem Körper mit 28 Ecken — jede geprüfte Rezeptur muss alle Grenzen und beide verknüpfenden Bedingungen einhalten und sich zu 100 % ergänzen.

KomponenteAnteil [%]Zulässig [%]
Bindemittel47,330 … 50
Pigment24,815 … 25
Füllstoff13,75 … 25
Wasser12,210 … 30
Additiv2,02 … 6
Pigment + Füllstoff38,5≤ 40
Bindemittel : Pigment1,90≥ 1,6
ZielgrößeZielVorhersage95-%-VorhersagebereichWünschbarkeit dWahrer Wert
Viskosität [KU]Zielwert 100 (90,0 … 110)100,094,0 … 106,01,000100,2
Deckvermögen [%]maximieren, mindestens 96,097,3796,64 … 98,110,68697,60
Nassabrieb [µm]minimieren, höchstens 20,010,17,3 … 12,90,8248,6
Gesamtwünschbarkeit D0,827

Die Gesamtwünschbarkeit beträgt 0,83. Die Viskosität trifft ihren Zielwert genau. Die Rezeptur nutzt den Raum aus: Additiv an der Untergrenze, Pigment knapp unter der Obergrenze, die Feststoffsumme mit 38,5 % nah an den erlaubten 40 %. Das Verhältnis von Bindemittel zu Pigment liegt mit 1,90 deutlich über dem Minimum — das viele Bindemittel senkt den Nassabrieb.

Schritt 7 / Bestätigung

Drei Ansätze der empfohlenen Rezeptur

Zielgröße95-%-VorhersagebereichBestätigung 1Bestätigung 2Bestätigung 3Gemeinsamer Test p
Viskosität [KU]94,0 … 106,0100,195,4104,20,2298
Deckvermögen [%]96,64 … 98,1197,4997,7597,320,7265
Nassabrieb [µm]7,3 … 12,99,910,69,00,8383

Ergebnis: Alle neun Messwerte liegen im Vorhersagebereich. Die Rezeptur liefert 100 KU, ein Deckvermögen von gut 97 % und rund 10 µm Nassabrieb — mit 25 Versuchsansätzen statt eines Rasters über fünf Komponenten.

Gegenprobe

Was wirklich in den Daten steckt

Die Messwerte stammen aus diesen drei Modellen. Die Buchstaben stehen für die Abweichung des Anteils von einer Bezugsrezeptur (Bindemittel 40 %, Pigment 20 %, Füllstoff 15 %, Wasser 20 %, Additiv 5 %), als Anteil geschrieben: b für Bindemittel, p für Pigment, f für Füllstoff, w für Wasser, a für Additiv.

Viskosität = 100 + 40·b + 220·p + 180·f − 380·w + 1100·a − 3000·w·a + 1200·p·f  (σ = 2,0)
Deckvermögen = 96,5 − 4·b + 30·p + 6·f − 8·w − 250·p² + 40·p·f  (σ = 0,25)
Nassabrieb = 14 − 60·b + 25·p + 45·f + 20·w + 300·f² + 150·b·f  (σ = 1,0)

Bei der Viskosität hat die Auswertung genau die beiden Mischterme gefunden, die es gibt: Pigment × Füllstoff und Wasser × Additiv. Beim Deckvermögen steckt die Wahrheit in einem Quadrat des Pigments — die Sättigung, die das Spurdiagramm zeigt. Ein Scheffé-Modell kennt keine Quadrate; weil sich die Anteile zu eins summieren, erscheint p² dort als die Mischterme des Pigments mit allen anderen Komponenten. Genau diese vier hat die Auswertung behalten. Beim Nassabrieb ist die Zerlegung weniger eindeutig: gefunden wurden zwei Mischterme mit dem Füllstoff, die das wahre Füllstoff-Quadrat und seine Wechselwirkung mit dem Bindemittel im untersuchten Raum gut nachbilden, aber nicht dieselben Terme sind.

Was zählt, ist die Vorhersage. An der optimalen Rezeptur sind die wahren Werte 100,2 KU, 97,60 % und 8,6 µm — vorhergesagt waren 100,0, 97,37 und 10,1. Alle drei liegen im Vorhersagebereich; beim Nassabrieb ist die Wirklichkeit etwas besser als die Vorhersage.

Projektdateien

Selbst nachfahren

Das Beispiel liegt DoEStat bei: Hilfe ▸ Beispielprojekt öffnen ▸ Mischung ▸ „Mischung mit fünf Komponenten und Nebenbedingungen: Dispersionslack“, einmal nur mit den Daten und einmal mit fertiger Auswertung. Dieselben Dateien gibt es hier zum Herunterladen.

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